Wie wählt man eine CPAP-Maske? Vollständiger Auswahlguide
Ihre CPAP-Maske ist das persönlichste Element Ihrer Therapie. Eine ungeeignete Maske führt zu Leckagen, Reizungen und oft zum Abbruch der Behandlung. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die drei Hauptmaskentypen zu verstehen und denjenigen zu identifizieren, der zu Ihrem Profil passt.
Die drei Typen von CPAP-Masken
1. Die Vollgesichtsmaske (Full Face)
Die Vollgesichtsmaske bedeckt Nase und Mund. Sie ist unverzichtbar, wenn Sie nachts durch den Mund atmen. Ihre Abdichtung ist auch bei gemischter Atmung zuverlässig. Sie ist jedoch wuchtiger im Gesicht und kann von claustrophobischen Patienten schlecht vertragen werden.
Beispiele: AirFit F20, AirTouch F20, AirFit F40, Evora Full Face F&P, DreamWear Full Face.
2. Die Nasenmaske
Die Nasenmaske bedeckt nur die Nase. Sie ist kompakter als eine Vollgesichtsmaske und bietet ein besseres Sichtfeld. Sie erfordert jedoch das ausschließliche Atmen durch die Nase. Sie ist weniger geeignet bei chronischer Nasenverkühlung oder Mundatmung.
Beispiele: AirFit N20, AirTouch N20, AirFit N30i, Evora Nasal F&P.
3. Die Nasenpolstermaske (Nasal Pillow)
Die Nasenpolstermaske ist die diskreteste: Zwei kleine Einsätze werden direkt in die Nasenlöcher eingeführt, ohne den Rest des Gesichts zu bedecken. Sie ist die ideale Wahl für Seitenschläfer, claustrophobische Patienten oder Bartträger. Sie ist nicht geeignet für sehr hohe CPAP-Drücke (über 15-16 cm H₂O) oder Mundatmer.
Beispiele: AirFit P10, AirFit P30i, AirFit P10 For Her.
Vergleichstabelle der drei Maskentypen
| Kriterium | Vollgesichtsmaske | Nasenmaske | Nasenpolstermaske |
|---|---|---|---|
| Mundatmung | Ideal | Nicht geeignet | Nicht geeignet |
| Klaustrophobie | Schwierig | Mittel | Ideal |
| Bart | Schwierig | Variabel | Gut geeignet |
| Brillenträger | Unbequem | Kompatibel | Ideal |
| Seitenschläfer | Schwierig | Variabel | Ideal |
| Hoher CPAP-Druck | Gut verträglich | Gut verträglich | Limit ~15-16 |
| Größe | Groß | Mittel | Minimal |
| Sichtfeld | Eingeschränkt | Teilweise | Vollständig frei |
Wichtigste Auswahlkriterien
Atmen Sie durch den Mund?
Das ist das wichtigste Kriterium. Wenn Sie nachts den Mund öffnen (Ihr Partner bemerkt es, oder Sie wachen mit trockenem Mund auf), lässt eine Nasen- oder Nasenpolstermaske die Luft entweichen. Sie benötigen unbedingt eine Vollgesichtsmaske - oder verwenden Sie ein Kinnband mit einer Nasenmaske.
Sind Sie klaustrophobisch?
Große Vollgesichtsmasken können schlecht vertragen werden. Beginnen Sie mit einer kompakten Nasenmaske. Falls die Klaustrophobie anhält, wechseln Sie zur Nasenpolstermaske - die offenste und am wenigsten invasive Option.
Tragen Sie einen Bart?
Ein Bart schafft Lücken zwischen Kissen und Haut, was Leckagen verursacht. Vollgesichts- und Nasenmasken sind am empfindlichsten für dieses Problem. Nasenpolstermasken (die nur den Eingang der Nasenlöcher berühren) kommen damit viel besser zurecht. Lesen Sie unseren vollständigen Leitfaden zu CPAP-Masken bei Bart.
Tragen Sie eine Brille?
Klassische Vollgesichtsmasken haben einen Rahmen, der zur Nase verläuft und mit Brillengestellen interferieren kann. Nasenmasken und besonders Nasenpolstermasken lassen den oberen Gesichtsbereich vollständig frei.
Schlafen Sie auf der Seite?
In Seitenlage können sperrige Masken vom Kissen gedrückt werden, was Leckagen verursacht. Nasenpolstermasken und bestimmte Nasenmasken mit Schlauch oben (wie die AirFit N30i) sind für diese Position ausgelegt. Lesen Sie unseren Leitfaden zu CPAP-Masken für Seitenschläfer.
Was ist Ihr CPAP-Druck?
Wenn Ihr Druck 15 cm H₂O übersteigt, können Nasenpolstermasken unbequem werden (Druckgefühl in den Nasenlöchern). Eine Nasen- oder Vollgesichtsmaske ist dann besser geeignet.
Wo anfangen?
- Beantworten Sie zuerst die Frage zur Mundatmung. Wenn ja → Vollgesichtsmaske.
- Wenn Sie durch die Nase atmen: Probieren Sie zuerst eine kompakte Nasenmaske.
- Wenn die Nasenmaske zu sperrig oder klaustrophobisch ist: Wechseln Sie zur Nasenpolstermaske.
- Prüfen Sie die Kompatibilität mit Ihrem verschriebenen CPAP-Druck.